Überblick über die Investitionen
Gemeindeverwaltung
Für die Verwaltung ist lediglich ein Betrag von 5.000 DM für die Anschaffung eines PC für den ersten Bürgermeister vorgesehen. Hier soll ggf. ein Notebook angeschafft werden, das dann bei Bedarf auch für den mobilen Einsatz für Präsentationen in Bürgerversammlungen etc. und andere Anforderungen außer Haus eingesetzt werden könnte.
Schule
Einziger Posten im Vermögenshaushalt ist die Investitionsumlage an den Schulverband Germaringen, die mit 20.000 DM geschätzt wurde, nachdem von Seiten des Schulverbandes noch keine verläßlichen Haushaltszahlen vorliegen.
Kindergarten
Die Erweiterung des Kindergartens konnte im vergangenen Jahr abgeschlossen werden. Es ist in 1999 lediglich noch ein Betrag von etwa 1.500 DM für Schlußzahlungen zu veranschlagen.
Straßenbau
Ein Betrag von 1.500.000 DM wird heuer noch für die Straßenbauarbeiten in Steinholz, der Kaufbeurener Straße, Weiherstraße, Molkereistraße, Hausener Straße und Buchenweg im Tiefbau zur Zahlung anstehen. Ein Großteil der Arbeiten wurde bereits 1998 fertiggestellt, aufgrund der Zeitverzögerung bei der Rechnungsstellung bei den Baufirmen werden die Abrechnungsbeträge jedoch erst 1999 kassenwirksam. Für 1999 sind an neuen Maßnahmen die Resterschließung des Baugebietes Krautgarten in Frankenried sowie die Erschließung des neuen Gewerbegebietes Unteranger vorgesehen. Weiterhin ist ein Betrag von 80.000 DM für die Planung der Gemeindeverbindungsstraße Mauerstetten - Frankenried vorgesehen, die aufgrund ihres schlechten Bauzustandes sobald als möglich saniert werden muß. Im Zuge dieser Sanierung soll auch ein Rad- und Wanderweg angelegt werden.
Abwasserbeseitigung
Für die Fertigstellung der bereits erteilten Aufträge der Vorjahre sowie die Erschließung des Gewerbegebietes Unteranger wird eine Summe von etwa 500.000 DM bereitgestellt. An den Zweckverband Wertach-Ost wird eine Investitionsumlage von 80.000 DM eingeplant.
Bauhof
Ein Betrag von 10.000 DM ist für die Anschaffung eines Grasaufnahmegerätes für den Kleintraktor vorgesehen, nachdem sich abzeichnet, daß auch größere Rasenflächen wie z.B. Schulsportplatz etc. vom gemeindlichen Bauhof unterhalten werden muß. Zur rationelleren Arbeitsbewältigung wäre dieses technische Gerät sinnvoll.
Wasserversorgung
Obwohl die Gemeinde seit Dezember 1998 an den Zweckverband zur Wasserversorgung Gennach-Hühnerbach-Gruppe angeschlossen ist, sind noch für bereits 1998 durchgeführte Tiefbauarbeiten Kosten in Höhe von etwa 110.000 DM zu veranschlagen. Die Verlegung der Wasserleitung im neuen Gewerbegebiet Unteranger wird dann aber bereits von der Gennach-Hühnerbach-Gruppe abgewickelt.
Allgemeines Grundvermögen
Für Kaufpreiszahlungen im Gewerbegebiet Unteranger sind 1999 insgesamt 700.000 DM zu veranschlagen. Ein Teil dieser Kosten wird sicherlich durch den Weiterverkauf von Gewerbegrundstücken wieder der Gemeindekasse zufließen.
Desweiteren soll auf dem Grundstück an der Staatsstraße/Hausener Straße, das vom Freistaat gepachtet wurde, ein Parkplatz angelegt werden. Hierfür werden 25.000 DM veranschlagt.
Einnahmesituation Vermögenshaushalt
Den oben beschriebenen Investitionsmaßnahmen im Vermögenshaushalt stehen folgende größere Einnahmen entgegen:
Feuerwehr
Für das Gerätehaus Frankenried steht noch eine Zuwendung des Landkreises in Höhe von 12.000 DM aus, die Bezuschussung des Gerätehauses Mauerstetten wird nach erfolgter Vorlage des Verwendungsnachweises noch mit etwa 24.000 DM gefördert.
Schule
Eine weitere Zuwendungsrate für den Neubau der Hörmann Volksschule wurde heuer in Höhe von 300.000 DM ausbezahlt. Die voraussichtliche Restrate in Höhe von etwa 125.000 DM wird nächstes Jahr voraussichtlich zur Auszahlung anstehen.
Gemeindestraßen
Aus den Abrechnungen der Erschließungsbeiträge Gewerbegebiet Unteranger sowie aus Straßenausbaubeiträgen in Steinholz und Mauerstetten werden Einnahmen in Höhe von 700.000 DM erwartet. Hier wurden einige Straßenzüge im Zuge der Tiefbauarbeiten ausgebaut, was einen erheblichen Abrechnungsaufwand bedeutet.
Abwasserbeseitigung
Für den abgeschlossenen Bauabschnitt 09 der Abwasseranlage Mauerstetten erhält die Gemeinde einen Staatszuschuß von 1.350.000 DM.
Aus Herstellungsbeiträgen und Erstattungen von Grundstücksanschlußkosten sind Einnahmen von zusammen 220.000 DM kalkuliert. Herstellungsbeiträge können neben den Neubaumaßnahmen innerhalb der Ortslage noch im neuen Gewerbegebiet Unteranger erhoben werden.
Wasserversorgung
Aus Erstattungen von Grundstücksanschlußkosten und der Gemeinde noch zustehenden Herstellungsbeiträgen wird eine Einnahme in Höhe von etwa 150.000 DM erwartet.
Allgemeines Grundvermögen
Durch Grundstücksverkäufe im Gewerbegebiet Unteranger werden voraussichtlich 540.000 DM erlöst werden können.
Allgemeine Finanzwirtschaft
Die staatliche Investitionspauschale beträgt 30.000 DM. Zum Ausgleich des Haushalts müssen im Haushaltsjahr 1999 glücklicherweise keine neuen Darlehen aufgenommen werden.
Entwicklung der Rücklagen
Nachdem die abgelaufenen Haushaltsjahre 1997 und 1998 jeweils mit Sollfehlbeträgen abgeschlossen haben, konnte jeweils keine Zuführung zur allgemeinen Rücklage erfolgen.
Sofern die Einnahmen und Ausgaben sich wie im Finanzplan dargestellt entwickeln, werden in den Folgejahren voraussichtlich wieder bescheidene Rücklagenzuführungen erfolgen können. Konkrete Aussagen und Schätzungen sind hier gleichwohl nur sehr schwer möglich, da allein die Gewährung der noch ausstehenden Staatszuwendungen für den Bau der Wasser- und Abwasseranlage darüber entscheiden. Der jeweilige Zeitpunkt der Zuschußgewährung kann aus heutiger Sicht von der Gemeinde nicht beurteilt werden.
Der Sockelbetrag nach § 20 Abs. 2 Satz 2 KommHV kann nicht ständig gehalten werden.
Entwicklung der Kassenlage im Vorjahr
Die Kassenlage im Vorjahr war angespannt, aber geordnet. Über das gesamte Jahr hinweg mußten erhebliche Kassenkredite zur Kassenbestandsverstärkung in Anspruch genommen werden. Der in der Haushaltssatzung festgelegte Höchstbetrag wurde jedoch nie überschritten. Es wurde Wert darauf gelegt, Kassenkredite nicht länger als zwingend notwendig in Anspruch zu nehmen. Durch die Vereinbarung von günstigen und flexiblen Konditionen für notwendige Kassenkredite konnte die Zinsbelastung im Rahmen gehalten werden.
Durch eine lukrative Sichteinlagenverzinsung, die mit der Hausbank vereinbart werden konnte, konnten nicht benötigte Kassenmittel auch kurzfristig zinsbringend angelegt werden.