Nachstehend werden die wichtigsten Einnahmen im Vergleich zu den Vorjahren dargestellt:
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Einnahmeart |
Ansatz 1999 |
Ergebnis 1998 |
Ergebnis 1997 |
Ergebnis 1996 |
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Grundsteuer A |
53.000 |
54.100 |
46.244 |
53.169 |
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Grundsteuer B |
470.000 |
409.385 |
335.078 |
327.652 |
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Gewerbesteuer |
1.500.000 |
1.110.686 |
841.715 |
771.792 |
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Schlüsselzuweisung |
479.744 |
358.800 |
345.984 |
361.020 |
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Einkommensteuerbeteiligung |
1.500.000 |
1.445.914 |
1.292.106 |
1.386.896 |
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Gebühren und Entgelte |
515.130 |
662.874 |
586.240 |
588.042 |
Grundsteuer A
Das Aufkommen der Grundsteuer A wird 1999 mit etwa 53.000 DM knapp unter dem des Vorjahres liegen; ein grundsätzlicher Trend zur Minderung des Aufkommens ist jedoch anhand der Ergebnisse der vergangenen Jahre deutlich erkennbar. Ursache für diese Entwicklung ist ein verstärkter Trend zu landwirtschaftlichen Betriebsaufgaben und somit der Bewertung des dann privaten Grundvermögens als Grundsteuer B.

Grundsteuer B
Bei der Grundsteuer B zeigen die großen Gewerbeansiedlungen der letzten Jahre die ersten deutlichen Auswirkungen. Mit dem bisherigen Höchstaufkommen von 470.000 DM wird es um rund 15% über dem Ergebnis des Haushaltsjahres 1998 und etwa 40% über dem des Jahres 1997 liegen.

Durch die verstärkte Bautätigkeit im Wohn- und Gewerbebereich sowie durch weitere Neubewertungen von landwirtschaftlichen Grundstücken, die nach Betriebsaufgabe der Grundsteuer B unterliegen, werden sich die Einnahmen aus der Grundsteuer B in den kommenden Jahren voraussichtlich noch weiter erhöhen. Auch die Ausweisung des neuen Gewerbegebietes Unteranger westlich Mauerstettens wird ab dem Jahr 1999 diesen Aufwärtstrend noch unterstützen.
Gewerbesteuer
Das voraussichtliche Gewerbesteueraufkommen liegt 1999 mit 1,5 Mio. DM um 35,06% über dem Ergebnis von 1998, das seinerseits wiederum um ca. 32% über dem Ergebnis des Vorjahres lag. Dies zeigt, daß seit 1996 fast eine Verdoppelung der Gewerbesteuerkraft eintrat. Aufgrund der Bekanntgabe der Gewerbesteuermeßbescheide während des Jahres können jedoch noch erhebliche Schwankungen nach oben oder unten möglich sein. Die Gemeinde Mauerstetten hat durch Ausweisung von Gewerbeflächen und Ansiedlung von Gewerbebetrieben in den Gewerbegebieten Steinschachen und Eichenstraße/Lindenstraße schon alle Voraussetzungen für eine Festigung und Erhöhung des Gewerbesteuerpotentials geschaffen. Diese Entwicklung wird durch die Ausweisung des neuen Gewerbegebietes Unteranger kontinuierlich fortgesetzt. Glücklicherweise ist derzeit die konjunkturelle Lage gerade bei den dominierenden Gewerbesteuerschuldnern der Gemeinde sehr gut, so daß durchwegs positive Betriebsergebnisse erzielt werden können.

Von der weiteren Entwicklung gerade des Gewerbesteueraufkommens wird die freie Finanzmasse der Gemeinde abhängig sein, nachdem die Gewerbesteuer ein bedeutender Faktor bei den Gesamteinnahmen des Verwaltungshaushalts ist. Wenn z.B. das Gewerbesteueraufkommen um 50% sinken würde, könnte derzeit die vorgeschriebene Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt nicht mehr erwirtschaftet werden.
Von der guten Ertragslage der örtlichen Firmen wird auch in Zukunft das Aufkommen abhängig sein, weshalb die Gemeinde alle möglichen Anstrengungen unternehmen wird, um zum einen Gewerbegebiete auszuweisen und zum anderen die Rahmenbedingungen für potentielle Gewerbeansiedlungen optimal zu gestalten. Dies ist unabdingbar notwendig, zumal die Stadt Kaufbeuren im nahegelegenen Gewerbepark Kaufbeuren beim Angebot von Gewerbeflächen als starker Konkurrent auftritt.
Hebesätze
In nächster Zeit sollte über eine maßvolle Erhöhung der gemeindlichen Hebesätze für die Realsteuern nachgedacht werden. Der Landkreisdurchschnitt für das Jahr 1998 beträgt für die Grundsteuer A 353,7 v.H. (Vorjahr 353,2 v.H.; Gemeinde Mauerstetten 330 v.H.), Grundsteuer B 339,8 v.H. (Vorjahr 339,3 v.H.; Gemeinde Mauerstetten 310 v.H.) und für die Gewerbesteuer 314,8 v.H. (Vorjahr 314,8 v.H.; Gemeinde Mauerstetten 300 v.H.). Unter Beachtung des Haushaltsgrundsatzes der Ausschöpfung aller möglichen Einnahmequellen sollte die Gemeinde hier eine Anpassung an den Landkreisdurchschnitt ins Auge fassen. Eine Erhöhung des Hebesatzes bei der Gewerbesteuer um 10 Prozentpunkte von 300% auf 310% würde bezogen auf das Aufkommen 1999 eine Mehreinnahme in Höhe von 50.000 DM bedeuten. Auch nach einer solchen Erhöhung wäre der gemeindliche Hebesatz immer noch unter dem Landkreisdurchschnitt.
Es besteht jedoch ein Grundsatzbeschluß des Gemeinderates Mauerstetten, die Hebesätze bis zum Ende des Jahres 1999 unverändert zu lassen. Auch nach diesem Zeitpunkt soll die Bürgerschaft nicht durch zusätzliche Erhöhung der Realsteuern weiter belastet werden, zumal die öffentliche Abgabenlast insgesamt die letzten Jahre enorm angestiegen ist. Die Einkommensentwicklung hat jedoch in vielen Bereichen nicht annähernd Schritt mit dieser Erhöhung der öffentlichen Lasten gehalten.

Umlagekraft
Die Steuerkraft 1999 der Gemeinde liegt bei 2.440.115 DM, und somit gegenüber dem Vorjahr um 2,8% niedriger. Diese Steuerkraft von 794,49 DM nach 842,25 DM pro Einwohner im Vorjahr bedeutet einen Rückgang um etwa 5,7%. Die Steuerkraft 1999 liegt auch etwas unter dem Landkreisdurchschnitt.
Schlüsselzuweisung

Die Schlüsselzuweisung liegt im Jahr 1999 um 33,71% über dem Aufkommen des Jahres 1998.
Einkommensteuerbeteiligung
Ein Zuwachs ist erfreulicherweise auch bei der Einkommensteuerbeteiligung zu verzeichnen. Hier wirkt sich die Erhöhung der Einwohnerzahl in den letzten Jahren durch die Ausweisung neuer Baugebiete besonders aus. 1999 wird voraussichtlich die bisher höchste Beteiligung an die Gemeinde Mauerstetten ausgeschüttet. Durch die Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer werden die Gemeinden zusätzlich im Rahmen der Einkommensteuerbeteiligung an der Umsatzsteuer beteiligt. Dadurch hat die Gemeinde Mauerstetten größere Mehreinnahmen als durch den Verlust des Gewerbekapitalanteils an der Gewerbesteuer.

Gebühren und ähnliche Entgelte
Bei den Einnahmen aus Gebühren und ähnlichen Entgelten zeichnet sich kein klarer Trend ab, ab diesem Jahr entfallen jedoch die Gebühreneinnahmen aus der öffentlichen Wasserversorgung, die ab Dezember 1998 vom Zweckverband zur Wasserversorgung Gennach-Hühnerbach-Gruppe übernommen wurde.
Im allgemeinen ist festzustellen, daß die Verbraucher versuchen, durch entsprechende Einsparungen bei z.B. Wasserverbrauch die Kosten zu senken, was sicherlich bei der momentanen Situation der ständig steigenden öffentlichen Lasten und Abgaben verständlich ist.
