Lokale Agenda 21 Mauerstetten Arbeitskreis Landwirtschaft und Natur

1. Treffen am 13.11.02 um 20.00 Uhr im Rathaussaal

Zehn an diesem Arbeitskreis interessierte Bürger (darunter 6 Landwirte) erarbeiteten während einer regen Diskussion mögliche Ziele, Erwartungen und Vorschläge:

Öffentlichkeitsarbeit über die Landwirtschaft Beratende Funktion - wenn möglich Mitspracherecht bei Ausgleichsflächen Vermittler zwischen Landwirtschaft, Gemeinde u. Untere Naturschutzbehörde Gegen Reklementierung u. Bürokratisierung für die Landwirtschaft Mehr Information für Anlieger bei Straßenbau u. bauliche Maßnahmen aller Art Landschaftspflege - Feldgehölze - Solitärbäume Wegebau (Wertigkeit)

Ein sehr wichtiger Punkt erschien allen durch gute Öffentlichkeitsarbeit der Bevölkerung unsere heimische Landwirtschaft näher zu bringen und mit Vorurteilen aufzuräumen.

Den Landwirten unter uns ist es ein großes Anliegen bei anstehenden oder zu planenden Ausgleichsflächen mitreden zu können , wenigstens aber angehört zu werden. Durch jegliche Ausweisungen von Bauland, egal ob für Gewerbe, Wohn- oder Straßenbau, werden Flächen (oft mit bester Bonität) der Bewirtschaftung entzogen und zusätzlich andere Flächen mit Ausgleichsmaßnahmen belastet.

Der Arbeitskreis möchte ein Vermittler zwischen Gemeinde, Landwirtschaft und evtl. Untere Naturschutzbehörde sein. In diesem Zusammenhang sollen Informationsveranstaltungen für von baulichen Veränderungen betroffene Anlieger und Bürger allgemein angeregt werden.

Möglichkeiten Reklemtierungen und Bürokratisierung durch die Behörden abzumildern sollen gesucht werden, damit die Kulturlandschaft aus dem Interesse der Landwirtschaft und Bürger erwachsen kann und erhalten wird, und nicht durch überzogene Auflagen zu Ablehnung und Resignation führt.

Unvernünftige Hunde- bzw. Pferdehalter waren auch ein Thema, wo sich Ratlosigkeit und Wut breit macht - vielleicht hilft hier gezielte Öffentlichkeitsarbeit.

Landschaftspflegemaßnahmen, wie Pflege der vorhanden Feldgehölze, Grünflächen usw., durch unsere Landwirte über den Maschinenring und / oder den Landschaftspflegeverband müssten überlegt werden. Neupflanzungen von Einzelbäumen an Straßenrändern, auf Grenzen aber auch im Innenbereich, welche die Arbeit der Landwirte nicht beeinträchtigen, sollen angeregt werden und auf Wunsch mit Hilfe von KuLap Teil C eine Bezuschussung beantragt werden.

Feld- und Wirtschaftswege waren wegen ihrer Beschädigungen durch die Baumaßnahmen ein ausgiebiger Punkt. Bei normaler Belastung haben sich die bisher praktizierten Pflegemaßnahmen sehr bewährt. Erst wenn die "Umleitungen" wieder rückgängig und diese Wege wieder hergestellt sind, kann eine Beurteilung erfolgen. Auf- od. Abwertungen von Wirtschaftswegen sollten überdacht werden (z.B. entlang B 12).

 

[zurück]